Fußball-WM kann Weißbier zu mehr Marktdurchdringung bei Outdoor-Events verhelfen
Weizenbier mit Potenzial in neuen Bundesländern
Fußball-WM kann Weißbier zu mehr Marktdurchdringung bei Outdoor-Events verhelfen
Sortengewinner der letzten 15 Jahre
Deutliche Position vor Biermix, Alt und Kölsch
In der Gastronomie geht’s nicht mehr ohne Weißbier
Weizenbier besitzt im Wettbewerb mit Pilsener, Biermix & Co. eine unangefochtene Sortenbedeutung. Mit einem Marktanteil von 7,0% konnte die bayrische Bierspezialität ihre Bedeutung im
Jahr 2005 zementieren. „Die Fußball-Weltmeisterschaft kann in diesem Jahr dank zahlreicher Outdoor-Events dem Weißbier zu mehr Marktdurchdringung verhelfen“, ist Jeff
Maisel, Geschäftsführer der Bayreuther Brauerei Gebr. Maisel, optimistisch. Das Weißbier-Genusspotenzial komme bei den zahlreichen Freiluftveranstaltungen erst richtig zum Tragen.
Unterdessen können die Weißbierbrauer in den neuen Bundesländern noch zusätzliches Potenzial erschließen. Dort beträgt der Marktanteil nur ein Viertel im Vergleich
zu den alten Bundesländern.
Sortenaura steht für erfrischenden Biergenuss und Geselligkeit
Während die Braubranche die Mildbiere und Biermischgetränke in den letzten fünf Jahren in den Fokus genommen haben, können die Weißbierbrauer dennoch gelassen bleiben.
Trotz des erheblichen Wachstums der jungen Sorten blieb der Marktanteil des angestammten Produktes auf gleichem Niveau. „Die Sortenaura wird heute gleich gesetzt mit erfrischendem
Biergenuss, Geselligkeit und bodenständigem Charakter – alles Werte, die im Trend liegen“, ist Brauereigeschäftsführer Jeff Maisel überzeugt. Der Marktanteil aller
Weizenbiere von 7,0% im nationalen Handel bewege sich auf souveränem Vorjahresniveau und damit deutlich über den Biermischgetränken, die mit 4,6% zwar angestiegen sind, aber noch
lange nicht die Marktkraft der traditionellen Sorte erreichten. Während die Distribution von Weizenbieren in den Getränkefachmärkten dieser Republik flächendeckend erfolgt
ist, gilt gleiches inzwischen auch in der Gastronomie. „Kaum ein Gastronom möchte heute auf das Produkt verzichten, weil es für kommunikative Werte steht“, sagt Jeff Maisel.
Dabei betrachten die Bayreuther Premium-Brauer die Gastronomielandschaft deutlich differenzierter. Wenn im traditionellen Biergarten Weißbiermarken als Impulsgeber für Imagetransfer
geschätzt seien, müsse der Markenauftritt in der jungen Gastronomie deutlich zurückhaltender ausfallen. Jeff Maisel: „Wir sind dort sanfter und individueller.“
Verzehranlässe verschaffen 2006 wertvolle Produktkontakte
Der Siegeszug von Weizenbier begann bereits in den 80er-Jahren und setzte sich mit der wachsenden Beliebtheit von Biergärten und bistroaffiner Außengastronomie fort. Jeff Maisel:
„Weißbier hat wie keine zweite Biersorte ein Lebens- und Genussverständnis transportiert und dadurch auch viele Endverbraucherherzen erobert.“ Klar, dass Weißbier immer
noch einen saisonalen Schwerpunkt während der Freiluftsaison vorweisen kann. Und gerade darum ist das Jahr 2006 von besonderer Bedeutung. Die Fußball-Weltmeisterschaft mit ihren vielen
öffentlichen und privaten Begegnungsmöglichkeiten schafft nach Einschätzung der Bayreuther Traditionsbrauer willkommene Verzehranlässe, um neuen Verwendern einen
Produktkontakt zu ermöglichen.
Mit 16,4% Wachstum steht Maisel’s Weisse vorn
Derweil steigt die Bedeutung der unterschiedlichen Geschmacksrichtungen, die von den Traditionsbrauern mit einer Sortendifferenzierung von Hell über Kristall bis hin zu Dunkel beantwortet
wurde. „Die Nachfrage nach alkoholfreiem Weißbier wächst spürbar – da passen gesellige Positionierung und erfrischender Geschmack zusammen“, so Jeff Maisel. Der
Bayreuther Marke „Maisel Weisse“ ist es dabei gelungen, diesen „Lauf“ zu nutzen, so dass die Distribution in Gastronomie und Handel im zurückliegenden Jahr weiter
wachsen konnte. Mit einem Absatzplus von 16,4% erzielte die Marke „Maisel’s Weisse“ im zurückliegenden Geschäftsjahr 2005 das höchste Absatzwachstum aller
Weizenbiere im nationalen Lebensmitteleinzelhandel und Getränkeabholmarktbereich. „Die Kontinuität unserer Markenführung zahlt sich aus – wir liegen in der
Verbrauchergunst weiterhin vorn“, bilanziert Jeff Maisel, Geschäftsführer der Brauerei Gebr. Maisel, die sich allein im Besitz der Familiengesellschafter befindet.
Prosperierende Biergartenkultur unterstützte Sortendynamik
Es besteht kein Zweifel daran, dass Weizenbier der Sortengewinner der letzten 15 Jahre ist. Lag der Marktanteil in LEH und
Getränkeabholmärkten in den alten Bundesländern in der Nachwendezeit 1991 bei gerade einmal 4,3%, gelang in den zurückliegenden Jahren trotz verschärften
Sortenwettbewerbs ein Wachstum auf 8,8% (Nielsen-Marktforschung). National liegt Weizenbier als Spezialität immer noch weit vor den Traditionssorten Alt (1,7%) oder Kölsch (2,3%).
Besonders erfreulich: Der Verbraucher legt großen Wert auf Marken mit Premium-Charakter. Und diese sind heute national tonangebend.
Download der Infografik (300 dpi, 2 MB)
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